Kunst hat viele Gesichter und sagt uns, vieles ist möglich.
Jeder kann unter Kunst etwas anderes verstehen, empfinden. Kunst kann Freiräume schaffen, Ideen wecken, Emotionen, Gedankengänge hervorlocken, Kommunikation entstehen lassen, ein Spiegelbild sein... eines von vielen Puzzleteilen, vom Künstler selbst, dessen Seele, dessen wahres Innenleben, dessen Botschaft, die er sichtbar nach außen tragen möchte.
Jeder Künstler ist in: Einer Art Gesellschaft integriert - einer Lebensepoche - einer ihm bestimmten Zeit in der er lebt und arbeitet und er das widerspiegelt worin er lebt, sowohl bewusst als auch unbewusst. Lässt der Künstler seinen Ideen und Fantasien, in welcher Kunstform auch immer, Freiraum zur Entfaltung, so entstehen die für ihn ureigenen Kunstwerke. Keines gleicht dem Anderen. Er schafft und schöpft immer "Neues", seiner eigenen ständigen Entwicklung angemessen.
Kunst bedeutet für mich aber auch ständig in "Bewegung" zu sein, nicht still zu stehen oder zu schweigen, sondern vorhandene Fertigkeiten und Energien mit aller Liebe deren ich mächtig bin, umzusetzen. Das ist viel innere Arbeit und gelungen, wenn auch Andere davon gut haben können - in welcher Form auch immer -

KUNST ALS SPIEGELBILD MEINER SEELE

Herzlichst Katja Zitzewitz

 

10.11.08

Spurensuche

 

Man(n) hat mich angeregt, mal einen Blog zu schreiben; schon vor Monaten, eine Art Resümee über mich bzw. über meine „kleinen  Stippvisiten“, die ich bisher in Richtung Öffentlichkeitsarbeit in Sachen Kunst unternommen habe.  Keine leichte Aufgabe, denn die künstlerische Ader hat mich nun schon einige Jahrzehnte wie ein roter Faden begleitet, mal mehr, mal weniger und wo da beginnen???


Mittendrin..., na gut,

nehmen wir mal dieses Foto zur Hilfe, ein Portraitfoto von mir: Es zeigt mich, anlässlich eines Auftrittes in der „Räucherei“ in Kiel, geschminkt...weißes Gesicht mit zwei blauen Tropfen, die auf der linken Gesichtshälfte herunterzulaufen scheinen. Ich trage einen echten, alten, schwarzen Zylinder dazu und bin auch sonst schlicht schwarz gekleidet, aufstehend, die spanische Konzertgitarre in den Händen haltend.  Sie hat mir damals als Hilfsmittel gedient, meine eigenen Liedtexte zu begleiten.

Ich sollte wohl an dieser Stelle erwähnen, dass ich immer auto-didaktisch arbeite und von innen heraus. Ein solcher Auftritt in Richtung Öffentlichkeit ist jedes Mal ein Wagnis, nahezu ein Abenteuer, mit viel Vorbereitungsarbeit, Aufregung und natürlich mit schrecklichschönem Lampenfieber verbunden..., man kann vieles planen, nicht aber z.B. die Reaktion des Publikums auf das, was man dort auf der Bühne tut und von sich preisgibt.

Hab’ da mit den Jahren so ein Grundgesetz für mich entwickelt: bei allem, was ich in der künstlerischen Arbeit so mache...

...keine Andere sein zu wollen, als nur ich selbst und das verwirklichen, umzusetzen, von ganzem Herzen, was in mir wohnt.

Zugegeben, in den 80zigern / 90zigern brauchte ich wohl mal diese Art Maske..., eine Art Schutz, weil ich befürchtete, mich sonst zu sehr zu „outen“. Das tun meine Texte und die Art sie zu präsentieren schon genug...

Und wenn dann das Klatschen der Leute folgte, so liefen mir echte Tränen vor Rührung die Wangen hinunter. Ich fühlte, dass ich verstanden worden bin mit den Aussagen, die ich´ rüberbringen wollte...

Als wären meine „Geschenke“ angekommen und angenommen worden.

 

Dankbar und immer in dem Bewusstsein, mit meinen Gaben auch Andere innerlich bereichern zu wollen, werde ich nach meinen Möglichkeiten weitermachen. In welcher Art und Form das in Zukunft sein wird..., darauf bin ich selbst gespannt.

Nur Eines scheint mir auf diesem Weg immer wieder wichtig zu sein...

Zwischendurch Innehalten zu können und den Rückhalt meiner kleinen Familie wahrzunehmen...

 

 

08.12.12008
Irgendwann ist es passiert...


so ungewöhnlich fand ich es nicht. Für mich war es damals eine weitere Idee auf meinem Weg, eine kreative Idee, die ich unbedingt real werden lassen wollte. Rückblickend kann ich sagen, dass so etwas nach einem gleichen Schema abläuft. Da ist ein Gedanke oder ein Bild in meinem Kopf, der nicht mehr weichen will und wenn man diesem Raum geben kann, so entwickelt sich eine nahezu abenteuerliche fantastische Idee daraus, die darauf wartet, verwirklicht zu werden.
So entstand vor vielen Jahren mein kleines Märchenbilderbuch: "Das Märchen vom anderen Sternchen“. In der Geschichte geht es um ein kreatives Mädchen, was in Kontakt mit einem Stern kommt und ihm auf ihre Art hilft seine Leuchtkraft zu entdecken. In aufwendiger Kleinstarbeit habe ich die Bilder dazu entworfen. Am schwierigsten erschien es mir damals, die Figur (das Mädchen) wiederholt erkennbar darzustellen. Sie bekam Haare aus Schafswolle und für Ihre Bettdecke verwendete ich Stoffreste, um verbunden mit der Maltechnik möglichst plastische Bilder gestalten zu können. Als Seitenzahlen schnitt ich lauter Sternchen aus. Das Buch beinhaltet 24 Seiten, also eine Menge Sternchen, eine Menge Arbeit. Ich hatte keine besondere Alterslesegruppe bei diesem Projekt im Kopf – nur etwas Fantasie sollte der Leser und Betrachter schon mitbringen und die Fähigkeit besitzen über Kleinigkeiten staunen zu können. Als ich dieses Buch damals meiner Kindergartengruppe präsentierte, begegnete mir genau dieses, und ich hoffte das auch unter Älteren zu finden.


Fortsetzung folgt....... ist versprochen :-)