| Der
Sternepflücker Nein, mein liebes Kind, nicht alle Sterne kann ich Dir vom Himmel holen und vielleicht, vielleicht sind auch einige von ihnen, einige mit den Jahren erloschen aber es kommen Neue, immer wieder und wieder. Lass uns hinausgehen in eine sternklare Nacht, lass uns am Ufer sitzen, einfach schauen und hören... schauen die dunkle, glatte Wasserfläche entlang, bis dahin, wo das Meer den Himmel zu berühren scheint und dann aufwärts... unsere Augen fliegen, fliegen weit, unsere Augen tauchen, tauchen ein in die wundersame Tiefe des Himmels, umgeben von weißgoldenen Lämpchen. Sind mittendrin in dieser Weite, dieser endlosen geheimnisvollen Weite, unser "I c h" so viel kleinerwerdend in diesem Ganzen, nahezu unbedeutend winzig. Gibt es doch Größeres, gab es schon immer, auch vor unserer Zeit. Wird es immer geben, auch nach unserer Zeit, ein beinah endloses Leuchten der Sterne. Nimm das einfach in Dir auf, mein Kind und verliere nie Deinen Weitblick, denn diesen wirst Du nötig brauchen, um die Dinge zu verstehn, die nicht einfach sind... hier auf der Erde. Doch glaube mir, jedes hat seine Bedeutung, jedes hat seinen Sinn. Kehre zurück zur Erde. Lass Deine Augen noch einmal, noch einmal über die glatte Oberfläche des Meeres ziehn. Spüre den sanften Hauch eines kleinen Windes auf Deinem Gesicht. Höre sein Säuseln in den langen Strandgräsern. Mache Dich bereit und auf, auf in einen neuen Tag, mit Gelassenheit, denn "D u" warst heut Nacht unterwegs, unterwegs auf Himmelswegen... - Du Sternepflücker -
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